18ct Goldring, gelber Saphirring, Diamantring geschlossene Fassung

                    Martin  & Dörte Planert

    Fine Jewellery & Designers

Goldschmied  &  Diamantfasser


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Wie beurteilt man Qualitätsschmuck    •  Schmuckpflege    •   Diamantinformation       •  Opalinformation     •    Handgemachter Qualitätsschmuck   •    Materialinfo - Fakten über Gold    •    Perlpflege    •    Bestimmung des Wertes einer Perle    •    Die Auswahl einer Perlkette    

Perleninformationsilberring mit schwarzer Perle, Perlring mit Hautkontakt, Perle als Element des Mondes zur Zyklusbeeinflussung
Bekannt für dramatische Schönheit, zeitlose Anziehungskraft und den schillernden Glanz waren Perlen seit Jahrhunderten beliebt und  von Kleopatra verehrt. Sie sind die ältesten, der Menschheit bekannten Juwelen und die einzigen Edelsteine, die von einem lebenden Tier produziert werden. Kein anderer Edelstein hat so lange einen so hohen Wert und Begehrtheitsgrad beibehalten, wie Perlen als Symbol für Schönheit, Reichtum und  Reinheit als Hochzeitsschmuck.

Was ist der Unterschied zwischen Natürlichen und Zuchtperlen?

Eine natürliche Perle entsteht, wenn ein Fremdkörper oder häufiger tote Gewebszellen im Fleisch der Perlauster steckenbleiben. Um die Irritation loszuwerden, bedeckt die Auster den Fremdkörper mit glatten Lagen Perlmutt. So entsteht eine runde oder barocke Perle.

Wenn ein Fremdkörper an der Innenseite der Perlmuschel steckenbleibt oder eine andere Kreatur sich von außen durch die Schale bohrt, bedeckt die Auster den Fremdköper ebenso und es entsteht eine natürliche Blisterperle.

Die Zuchtperlenform einer Blisterperle (hemispherical) wird Halbperle genannt oder Mabe. Sie wird hergestellt, indem ein Nucleus  an die Innenseite der Austernschale befestigt wird (gewölbt, tropfen - oder herzförmig). Wenn die Auster bemerkt, daß sie den Eindringling nicht entfernen kann, bedeckt sie ihn mit Lagen von Perlmutt.

Der Unterschied zwischen einer natürlichen und gezüchteten runden Perle besteht in dem soliden Kern aus reinem Perlmutt, der von Menschenhand in die Zuchtperle implantiert wird, wogegen natürliche Perlen reine Zufalls-Naturprodukte darstellen. Größe und Form von Zuchtperlen kann durch die Wahl eines entsprechenden Nucleus beeinflusst werden, aber es dauert trotzdem noch ein bis zwei Jahre, bis eine Mabeperle entstanden ist, und zwei bis drei Jahre für eine runde Perle.

Akoya Perlen sind eine der bekanntesten Arten von Zuchtperlen, vor der Küste Japans gewachsen und bekannt für ihren lieblichen Glanz und die warme Farbe. Sie erreichen selten Größen von mehr als 9mm.

Süßwasserperlen werden in Mollusken gezüchtet, nicht in Austern und in Inlandseen und Flüssen. Sie weisen gewöhnlich eine längliche Form auf und erscheinen milchig durchsichtig.  Die goße Auswahl an interessanten Formen und Farben bewirken ihren Modeerfolg, trotz dem niedrigeren Wert.

Keshiperlen entstehen ohne Kern und passieren ganz natürlich in vielen Zuchtperlaustern, Akoya sowie Südseeperlen. Es gibt sie ebenfalls in einer Vielzahl an Farben, Formen und Größen.

Südseeperlen werden von der größten aller Perlaustern, der  'Pinctada Maxima' produziert. Sie wiegt manchmal über 2 kg, und kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm erreichen. So entstehen Zuchtperlen von 10mm oder größer.  Sie wächst nur in einigen tropischen Gegenden  der Welt, wie an der Nord - und Nord-Westküste Australiens und in der Südsee. Südseeperlen sind wegen ihres cremefarbenen Perlmutt und ihres kräftigen, seidigen Lüsters begehrt.

Indonesische Perlen können 10mm und größer werden und werden in großen Austern (Pinctada Margaritifera – schwarzlippig) vor den Inseln Französisch Polynesiens gezüchtet. Ihre Farbpalette reicht von sanftem Grau zu schwarzen Schattierungen von Rot, Blau und Grün.

Imitations- oder künstliche Perlen sind alle anderen perlenähnlichen Kreationen, deren Oberfläche durch Verarbeitung von Glas, Plastik oder Fischschuppen hergestellt wurde. Sie fühlen sich nicht so kalt an, wie natürliche oder Zuchtperlen und klingen anders beim Aneinanderklappern oder auf einem Glastisch. Außerdem kann das Bohrloch einen Wulst aufweisen oder abplatzende Lagen des Obermaterials. Häufig sind sie vollkommen rund und glatt ohne jedes Oberflächenmakel, beinahe zu perfekt.

Produzieren eßbare Austern Perlen? Ja, aber normalerweise sind sie trüb und wertlos (abgesehen von einer $200,000 Perle, die ein Australier in einer Auster fand). Man sagt, Perlen besitzen keinen Stammbaum und ihre Schönheit kann nicht auf ihren Ursprung zurückgeführt werden, sondern sie beruht ausschließlich auf der hervorragenden Reinheit der Umgebung, in der sie wachsen.

Perlpflege:

•    Perlen nicht beim Sport tragen.
•    Perlen können von jedem härteren Material zerkratzt werden.
•   Teure Perlen sollten mit echter Perlseide zwischen jeder Perle geknotet werden, um
     Verlust zu minimieren, falls der Faden reißt.
  Einmal pro Jahr neu fädeln lassen. Das beinhaltet normalerweise auch eine
     Reinigung.
•   Kann man mit Perlen duschen oder baden?
Gebohrte Perlen sollten nicht zu lang in Wasser eingeweicht werden, vor allem nicht in Salzwasser oder stark chloriertem Wasser. Kontakt mit Shampoo, Body lotion, Haarspray, Parfum usw. vermeiden. Auch natürliche Perlseide wird dadurch geschwächt.

Können Perlen verfallen? Nein, nicht vom Tragen auf der Haut. Es ist sogar wichtig für sie, regelmäßig getragen zu werden. Perlen sind organische Edelsteine (die einzigen) und bestehen zu 2% aus Wasser. Wenn sie lange Zeit austrocknen, kann sich die Farbe ändern und die Oberfläche kann glanzlos werden. Wenn Perlen häufig getragen werden, erhält der Hautkontakt die Feuchtigkeit und poliert die Oberfläche. Je mehr sie getragen werden, desto mehr entwickelt sich der unvergleichliche Glanz und die Tiefe des Lüsters. Früher wurden Frauen von Adel gebeten, wertvolle Perlen auf der Haut unter ihrem Kragen 'einzutragen', bevor sie verkauft wurden.

Bestimmung des Wertes einer Perle

1. Lüster: Der unverwechselbare Charakter oder die außerordentliche Schönheit einer im Meer entstandenen Perle (natürlich oder gezüchtet) rührt von ihrem Lüster (Orient). Lüster ist der unterschwellig schillernde Schimmer oder das innere Leuchten im Gegensatz zu der glitzernden Leuchtkraft eines Diamanten. Es ist der wichtigste Faktor bei der Auswahl einer Perle. Lüster ist das Maß an Farbe und Lichtreflektion der Perle und sollte tief und intensiv sein - niemals trüb und glanzlos. Ohne Lüster erreicht eine Perle keine Edelsteinqualität, auch wenn die Form noch so perfekt oder die Farbe noch so hübsch sind. Lüster ist am schwierigsten zu beurteilen und bedarf einer Menge Erfahrung. Er ist abhängig von der Feinheit der Perloberfläche und der Dicke des Perlmutt.

2. Größe: Die Preise steigen mit der Größe. Bei runden Perlen ist 4mm normal, 7mm wird schon als sehr groß angesehen, alles darüber wird als riesig bezeichnet.

3. Form: Perlen werden von der Natur geformt und unterscheiden sich von allen anderen Edelsteinen, die in ihrer Urform entstehen und von einem Juwelier oder Edelsteinschleifer abhängen, um ihre Identität zu erhalten. Perfekt symmetrische Perlen, einschließlich rund (spherisch), birnenförmig, tropfenförmig und oval sind extrem selten und deshalb teuer. Das bedeutet nicht, daß andere Formen nicht auch ihren eigenen Charme und Wert besitzen. Perlen findet man in einer Vielzahl an Größe und Formen, z.B. halbrund (leicht abgeflacht), Eiform, ' Bouton' = flach oder Kissenfrom, eingeschnürt, flach mit Engelsflügel, halb-baroque und baroque Perlen von unregelmäßiger, unsymmetrischer Form, manchmal mit Ausläufern.

4. Farbe: Von leuchtendem Weiß bis zu glänzenden Goldtönen reicht das phantastische Sortiment an natürlichen Farben, die einen außerordentlich delikaten Glanz der Regenbogenpalette produzieren, der über die Perle zu wandern scheint. Farbe ist normalerweise nicht der Hauptindikator für die Qualität von Perlen, dennoch können Höchstpreise für Perlen mit außergewöhnlich schönem Glanz der farbigen Übertöne erzielt werden, wie weißes Rosa, silbriges Rosa und tiefes Gold.

5. Oberfläche: Die Oberfläche einer perfekten Perle erscheint samtglatt, aber unter genauer Betrachtung erscheinen natürliche oder Zuchtperlen Unregelmäßigkeiten aufzuweisen, die den Wert nicht mindern, jedoch auffällige, verunstaltende oder ohne Lupe sichtbare Unregelmäßgkeiten sind wertmindernd.  Risse, Kratzer, Dellen, Erhebungen und weiße Flecken midern die Unversehrtheit. Eine Perle ist eine Frucht der Natur, ein gewachsener Edelstein des Ozeans. Jede Perle ist ein Unikat. Sogenannte Unvollkommenheiten, Unregelmäßigkeiten und kleine Unreinheiten machen jede Perle einzigartig. Störungen im Leben der Auster sind als mikroskopisch sichtbare Strukturänderungen in der Perle wiedergespiegelt. Selten findet man eine  Perle mit vollkommen unversehrter Oberfläche.  Wenn eine dementsprechende Perle gefunden wird, erhöht es den Wert ganz wesentlich.

Sogar Zuchtperlen sind relativ selten, da sie nur in bestimmten Gegenden der Weltmeere in sauberen Gewässern wachsen können und mehrere Jahre brauchen. Ein perfektes Perlpaar ist sehr selten, da die Natur kaum Perlen genau gleich gestaltet, die sich in Lüster, Form und Farbe entsprechen.

Es gibt zahlreiche Standardbewertungsmaßstäbe, nach denen geschliffene Edelsteine beurteilt werden. Bei Perlen ist der Hauptfaktor zur Bewertung die natürliche Schönheit. Das jeder Schönheit anders definiert, sprechen unterschiedliche Perlen verschiedene Menschen an. Ein dekoratives Schmuckschloß, z. B. mit Diamanten besetzt, unterstützt noch den Wert und die Schönheit Ihrer Perlenkette.

Die Auswahl einer Perlkette
Sie können Ihre Erscheinung und Ihre Persönlichkeit unterstützen. Lange Perlketten sind informell und vielseitig, während kurze Perlkolliers eher anspruchsvoll sein können. Enge mehrreihige Halsbänder passen sehr gut zu einem langen Hals. Lange Perlenketten strecken die gesamte Erscheinung. Perlen mit rosanem Schimmer schmeicheln helleren Hauttypen, während cremefarbene Perlen und Goldtöne eher dunklere Hauttypen  hervorheben.

Choker (Vatermörder, Kropfband) – Länge: 35-40cm (14”-16”) sollte sich einreihig oder mehrreihig an die Halsbasis schmiegen
Prinzess – Länge: 45cm (18”) gerade unterhalb der Schlüsselbeine
Matinee – Länge: 50-60cm (20”-24”)  im Dekoletté liegend
Opera – Länge: 70-80cm (28”-32”) bis zum Brustbein reichend
Sautoir oder Rope (Perlenschnur, Strang) jede Perlkette länger als Opera Länge.
Bib – mehrreihiges Perlcollier, jeder Strang kürzer als der darunter, zusammengefasst als eine Kette.
Graduiert – Ein Collier aus kleiner werdenden Perlen bestehend, mit der größten in der vorderen Mitte
Uniform – als Perlen der gleichen Größe erscheinend, können aber auch etwas größere Perlen in der vorderen Mitte aufweisen, um proportional besser zu wirken.   

 

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